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Sagen und Legenden von Wieringen

Das Schwert von Treslong

Geschichte und Legende · Michaëlskerk, Oosterland · 1 Min. Lesezeit

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Das Schwert von Treslong

Im März 1572 fror der Wassergeuse Willem Bloys van Treslong mit seinen Schiffen bei Wieringen im Eis fest. Seine Männer zogen von Hof zu Hof, um zu plündern, aber die Wieringer schlugen zurück, und den Erzählungen nach gab es siebzehn Tote.

Danach wurde verhandelt, so erzählt das Kanonstück des Historisch Museum Den Briel. Die Inselbewohner würden die Schiffe aus dem Eis hacken, wenn Treslong versprach, nie wiederzukommen, und als Pfand ließ er sein Schwert zurück. Eine andere Fassung sagt, er habe es einfach verloren, als er vor den Spaniern floh. Ein großes Schwert mit Silberbeschlag hängt noch immer in der Michaëlskirche.

Allan erzählt es 1855 anders, und ohne Schwert. Treslong kam in jenem Jahr ins Vlie, fror unter Wieringen fest und blieb bis in den März, lebend von den Bauern. Die Inselbewohner schickten Jan Sijmontz Rol mit vier Fähnlein Soldaten, Bootsleuten und Bürgern, um das Schiff zu fordern. Die Antwort war nur Pulver und Blei. Sie wurden so beschossen, dass viele nicht mehr aufstanden. Danach biss Treslong das Eis auf und segelte fort.

Aus dem Niederländischen übersetzt.

Quelle: Historisch Museum Den Briel: canon Noordkop (pdf) · F. Allan, Het eiland Wieringen en zijne bewoners (1855)

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