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Die Sammelkes aus der Sammeltjeskuil

Sage · Zandburen, Hippolytushoef (ungefähr) · 2 Min. Lesezeit

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Die Sammelkes aus der Sammeltjeskuil

In einer Grube bei Zandburen wohnten nach Auskunft alter Wieringer die Sammelkes: kleine, gutmütige Männlein. Sie rauchten winzige Pfeifchen, spielten auf Flöten und tanzten, wenn es dunkel war. Wer auf dem Acker ein ganz kleines Tonpfeifchen fand, hielt ein „Sammelepiepke“ in der Hand.

Die Sammelkes waren ganz versessen auf Kupfer und auf alles, was glänzte. Ließ man einen kupfernen Kessel draußen stehen, war er am nächsten Morgen verschwunden, oder er stand wieder da, schöner geputzt als je zuvor.

Sie brachten auch die Babys: Kinder kamen aus der Sammeltjeskuul, lange bevor der Storch diese Aufgabe übernahm. Und Eltern hielten ihre Kinder nach Einbruch der Dunkelheit im Haus, mit der Warnung, dass die Sammelkes draußen seien.

Pfarrer Heldring sah 1845 selbst nach und beschrieb Erdmännlein von zwei bis dreieinhalb Fuß Größe. Ein klares Bild davon, was die Leute genau glaubten, bekam er nicht. Die Grube war damals schon ein Bauernhaus. In der Nähe zeigte man ihm eine Stelle, an der Bestohlene ihre Sachen wiederfinden konnten. Der Boden war schwarz und aschenartig, anders als sonst auf der Insel, und er fand dort römische Scherben. Er sah darin eine alte heilige Stätte, später gestört durch das Evangelium des Hippolytus. Um 1880 glaubte niemand mehr daran.

Auf Texel heißen sie Sommeltjes. Die älteste gedruckte Erwähnung, von 1696, gilt dieser Insel. Pfarrer Abraham Magyrus schreibt von Hommeltjes, kleinen Menschen, von denen die Texeler träumten, sie wohnten in Höhlen in der Erde. Wie das Wort von Hommeltje zu Sommeltje wurde, ist nicht klar.

Van der Aa nennt die Sommeltjeskuil um 1850 einen ehemaligen Bauernhof, eine Viertelstunde nordöstlich von Hippolytushoef, an einem Ort, der ein heidnischer Friedhof gewesen war. Scherben lagen in den kleinen Wällen und auf den Feldern. Der Grund, ungefähr fünf Bunder, gehörte Nan Scheltus und anderen. 1961 wies der Gemeindesekretär Land am Gemeenelandsweg nach, genutzt von S. Snooij, Hausnummer 14. Im Volksmund hieß der „Simon van de zandkuul“. Von der Grube war nichts mehr zu sehen. Wohl stand dort, weit von der Straße, noch ein alter Bauernhof.

Über den Namen gehen die Erklärungen auseinander. Kees de Jager dachte 1992 an tumulus, Grabhügel, über tommelt zu sommeltje. Andere hören darin sammeln: friesisch sammelje, deutsch sammeln, dänisch samle. Eine weitere Deutung weist auf sumbl, ein germanisches Trinkfest. Es bleiben Vermutungen. Auf Wieringen wurde auch erzählt, sie könnten durch die Ritzen der Bettstelle (bedstee) kommen. Meist taten sie nichts wirklich Böses, und manchmal halfen sie bei einer Arbeit. Ging man an der Grube entlang, konnten Silbermünzen verschwinden.

Aus dem Niederländischen übersetzt.

Quelle: Rodi: Sammelkes op het eiland Wieringen · Irene Maas: Sommeltjes · Wikipedia: Sommeltje

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